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Bahnbrechende Erolge für Wildtiere

Bahnbrechende Erolge für Wildtiere

Nach einer spannenden Woche voller kontroversen Diskussionen ging die Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention zu Ende. Unter dem Motto „Ihre Zukunft ist unsere Zukunft – Nachhaltige Entwicklung für Wildtiere und Menschen“ einigten sich Vertreter aus aller Welt auf grenzübergreifende Schutzmaßnahmen für mehr als 50 wandernde Tierarten, darunter Geier, Leoparden, Haie, Fledermäuse, Löwen, Elefanten und Schimpansen. Alle Anträge wurden von der Staatengemeinschaft angenommen!

Ein großer Erfolg für die Gastgeber Philippinen und die Co-Antragsteller Sri Lanka und Israel, war die Zustimmung der Staatengemeinschaft, die friedlichen Walhaie auf Anhang I der Konvention zu listen. Drei weitere Haiarten (Engelhai, Blauhai und Schwarzhai), deren größte Bedrohung der Beifang ist, konnten ebenfalls in Anhang II der Konvention aufgenommen werden.

Der Antrag, Löwen auf Anhang II der Bonner Konvention zu listen, wurde vom Komitee angenommen. Zuvor gab es sehr kontroverse Diskussionen, denn Südafrika, Simbabwe und Uganda wollten der Listung partout nicht zustimmen. So musste zum ersten Mal in der Geschichte der Konvention abgestimmt werden. Glücklicherweise ging dies zugunsten für den Löwen aus: 72 Länder befürworteten den Antrag, nur drei stimmten dagegen. „Bei den Löwen sehen wir ein ganz eindeutiges Ergebnis. Weltweit ist mittlerweile angekommen, dass Löwen stark gefährdet sind und dringend internationalen Schutz brauchen.“, resümiert Adeline Fischer von Pro Wildlife.

Auch der Antrag, Schimpansen auf Anhang I der Konvention zu listen, ist geglückt. „Uganda hat sich mit Händen und Füßen gewehrt den Schimpansen in Anhang I zu listen. Am Ende mussten sie allerdings erkennen, dass sie damit ganz alleine stehen, denn 71 Länder haben für den Antrag gestimmt.“, sagt die Wildlife Managerin Adeline Fischer zufrieden.

Ein weiteres Highlight war die Listung von Giraffen. Diese sind nun zum aller ersten Mal durch eine internationale Konvention geschützt. „Es war allerhöchste Zeit, Giraffen besser zu schützen! Bisher gab es keinerlei Abkommen zum Schutz der Langhälse. In den letzten 30 Jahren haben wir 40% der Population verloren und es schien bisher so, als würde das die internationale Staatengemeinschaft nicht interessieren. Die Entscheidung heute ist der erste Schritt, das stille Aussterben von Giraffen aufzuhalten.“, freut sich Adeline Fischer. „Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis – die meisten afrikanischen Länder haben zusammen gehalten und sich nicht von ihren Vorhaben abbringen lassen. Am Ende hat sich die Staatengemeinschaft für den Artenschutz entschieden.“, so Fischer weiter.

Das Ergebnis der Konferenz zeigt eindeutig, dass Länder aus aller Welt gewillt sind, an einem Strang zu ziehen, um die wilden Tiere dieser Welt besser zu schützen.

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