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Bisonhaltung – Veterinäramt weiß seit Jahren Bescheid

Uns ‚Gemeinsam für Tierrechte‘ wurden am 08. März 2018 Informationen und Bilder zum Fall eines Biolandlandwirts in 97980 Bad Mergentheim Stuppach zugetragen.
Die Informationen und Bilder lassen deutlich erkennen, dass die Bisons vermutlich unter erheblichen Mängeln bis hin zu äußersten Qual gehalten werden. Dazu reihen sich ungeheurere Handlungen und Vorgehensweisen ein, die gegen alle menschlichen Regeln verstoßen, den Grundlagen des Tierschutzes zuwider laufen. So sind die Tiere des Biolandbetriebes in Stuppach, trotz Anzeige immer wieder ohne Wasser oder Futter brüllend auf den Weiden des Landwirts anzutreffen, selbst bei sommerlichen Temperaturen. Auf einem Video ist zu erkennen, dass
die Bisons des Landwirts sogar Dreck oder Gülle fressen, wenn die Futterraufe leer ist Eine erste, jedoch erfolglose Strafanzeige gegen den Landwirt erfolgte bereits am 21. 06.2016 bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen. Ablehnungsgrund: Ein Verstoß gegen § 17 Nr. 2 b TierSchG konnte nicht festgestellt werden. …
Am 17. August 2017 wurde das Veterinäramt rechtsanwaltlich auf dringenden und fortwährenden Handlungsbedarf informiert. Vermutlich erfolgte auch hier keine Reaktion, da die Tiere des besagten Landwirts immer noch oft vor leeren und sogar ausgetrockneten Wasserwannen stehen. So auch am 23. August 2017, wo auf einer Bisonweide des Landwirts bei
sommerlichen Temperaturen beide Wasserwannen leer waren, die Polizei angerufen wurde, raste der Bruder des Landwirts etwa zwei Stunden später mit
dem PKW und einen Eimer Wasser zur Bisonweide, und leerte das Wasser über den Zaun in eine Wasserwanne. Hier sah man, wie ein großer Bison die geringe
Wassermenge gierig aufgenommen hat, und die schwächeren Tiere nicht an die Wasserwanne gelassen hat. Die zweite Wasserwanne war immer noch trocken.
Es besteht auch hier der Verdacht, dass der Landwirt wie vermutlich schon oft von Behörden vorgewarnt wird. Wir von ‚Gemeinsam für Tierrechte‘ fragen uns, wo bleibt denn da die
Verantwortung des Veterinäramtes? Wir sagen: So kann es nicht weitergehen! Die Zustände in diesem Betrieb müssen umgehend beendet werden!
Jüngst gab es auch in anderen Fällen ein Nichthandeln: So wurden u.a. im Raum Hessen verwahrloste Kühe vorgefunden und in Bad
Hersfeld arbeitete die Raiffeisen Vieh und Fleisch Hessen eG massiv gegen jegliche Tierschutzgesetze an. … und das Veterinäramt schaut einfach weg!
Auch im Schlachthof Tauberbischofsheim haben laut Presse und Fernsehberichten sogar Amtstierärzte des Veterinärames in unserem Landkreis
bei Tierquälereien zugeschaut, ohne dass sie tätig geworden sind. Soko Tierschutz hat diesen Skandal aufgedeckt. Tierquälerei und Tierverwahrlosung nimmt unserer Meinung und unserer
Erfahrungswerte stetig an Fahrt auf. Das kann so nicht weiter hingenommen

werden.