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Tagesthema > Wildtiere raus aus dem Zirkus

04.07.2019

Deutschland ist eines der letzten EU-Länder ohne ein Wildtierverbot im Zirkus. Verschiedene Gruppen und Animals United haben jetzt ihre Forderungen nach einem Wildtierverbot begründet. Heute wird ein Brief an die Bundesregierung geschickt. Ein Verbot wäre ein Meilenstein hin zum tierfreien Zirkus. Was für Forderungen das sind, welche Tiere noch profitieren, darüber haben wir mit André Klussmann von Animals United gesprochen.

München, 04. Juli 2019 – Ein Bündnis von mehr als 20 Tierschutzorganisationen und Unterstützer_innen startet heute die deutschlandweite Kampagne „Wildtiere raus aus dem Zirkus. Jetzt!“. Ziel ist ein Verbot der Wildtierhaltung in allen deutschen Zirkussen. Dressur, Transport und Haltungsbedingungen sind für die Tiere im Zirkus große Belastungen und führen nicht selten zu physischen und psychischen Erkrankungen bis hin zum Tod. Unterstützer_innen sind unter anderem Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke, preisgekrönter Film-Produzent Max Wiedemann und Moderatorin und Model Tina Kaiser. Die Forderungen unterteilen sich in fünf Punkte, die in einem gemeinsamen Schreiben am heutigen Tag an die Bundesregierung zu Händen Frau Klöckner übersendet wurden.

Hintergrund der Kampagne

In 27 europäischen Ländern sind Wildtierdressuren im Zirkus bereits verboten oder eingeschränkt. In Deutschland gibt es bisher kein Gesetz, lediglich vollkommen veraltete und unzureichende Richtlinien zur Haltung der Tiere. Wo bleibt die Gesetzgebung? Auf der Webseite www.endlich-raus.jetzt begründen wir ausführlich, warum ein Verbot dringend nötig und längst überfällig ist.

Die Bundesregierung spricht nach eigenen Angaben mit den Zirkusbetreibern, um ein gemeinsames Konzept zur Tierhaltung zu erarbeiten. Eine freiwillige Regelung darf nicht dazu führen, dass am Ende nur solche Wildtierarten aus den Zirkusbetrieben genommen werden, die ohnehin kaum noch in deutschen Zirkussen vorkommen. Dies käme einem Ablenkungsmanöver gleich, ohne echte Auswirkungen für den Tierschutz.

Informationen und aktive Teilnahme

Informationen zur Kampagne und zu Aktionen gibt es auf der Webseite www.endlich-raus.jetzt und per Newsletter, der unter folgendem Link abonniert werden kann:
https://endlich-raus.jetzt/newsletter/


Zudem veröffentlichen die beteiligten Verbände Berichte und Aktionen zum Thema Wildtiere im Zirkus.

Aktiv auf Instagram: Unter dem Hashtag #endlichrausjetzt kann jede_r der Kampagne folgen und eigene Erlebnisse posten, bei denen er/sie aus stressigen Situationen fliehen konnte. Die Tiere im Zirkus hingegen können ihrem Alltag nie entfliehen.

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