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Am 31.7. ist Tag des Mischlingshundes

von Redaktion

Laut VIER PFOTEN werden auch beliebte Mischlingshunde illegal auf Online-Plattformen gehandelt 

 Hamburg, 28. Juli 2021 – Am kommenden Samstag ist Tag des Mischlingshundes. Die globale Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN möchte diesen Tag nutzen, um auf den illegalen Welpenhandel aufmerksam zu machen, der nicht nur reinrassige Welpen, sondern auch Mischlingshunde betrifft. Laut aktuellen Angaben des Heimtierregisters TASSO e.V. ist der Mischlingshund die beliebteste „Hunderasse“ in Deutschland.

Allein bei TASSO sind über eine Million Mischlingshunde registriert. Laut VIER PFOTEN wäre es daher trügerisch zu  glauben, dass die Welpenmafia ausschließlich Rassehunde verkauft. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Hunden extrem angestiegen. Illegale
Welpenhändler:innen machen aus dem Wunsch nach Hunden ein Geschäft und bieten anonym auf Online-Plattformen zu junge und kranke Tiere an. War ein günstiger Preis noch vor einigen Jahren ein klares Indiz für ein illegal gehandeltes Tier, haben illegale Händler:innen ihre Preise längst denen seriöser Züchter:innen angepasst. Auch wenn auf Online-Plattformen wie eBay-Kleinanzeigen oder Quoka vor allem reinrassige Labrador- oder Golden Retriever-Welpen für 2.500 Euro und mehr angeboten werden, verstecken sich auch hinter vielen mit süßen Bildern gespickten Anzeigen von Mischlingshunden illegale Angebote. Häufig fordern Händler:innen für einen illegal gehandelten Mischlingswelpen ebenfalls Preise von über 1.000 Euro pro Welpe.

„Grundsätzlich freut uns die Beliebtheit von Mischlingshunden sehr, denn immer wieder entwickeln sich einzelne Rassen zu sogenannten Trendhunden, die dann stark unter einer intensiven Züchtung leiden. Mischlingshunde bringen nicht nur häufig ein einzigartiges Aussehen, sondern auch einen besonders liebevollen Charakter mit. Allerdings
sind sie ebenso wie reinrassige Hunde vom illegalen Welpenhandel
betroffen. Der illegale Welpenhandel reagiert auf verschiedene Veränderungen der Nachfrage, indem Züchtungen, Preise und Geschichten angepasst werden. Die anonymen Anzeigen mit falschen Informationen zur Herkunft oder Alter des Hundes auf Online-Plattformen sind selbst für Expertinnen und Experten nur schwer zu entlarven. Deswegen brauchen wir endlich eine gesetzliche Regelung, die Online-Plattformen dazu verpflichtet, die Identität von Verkäuferinnen und Verkäufern sowie dem angebotenen Tier zuverlässig zu überprüfen“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN. 

Illegale Welpen werden anonym online verkauft
Der Online-Handel mit Tieren in Deutschland ist nicht sicher, deswegen empfiehlt VIER PFOTEN beim Wunsch nach einem Vierbeiner, sich zunächst an das örtliche Tierheim zu wenden. Dort warten viele Mischlingshunde und andere Tiere auf ein neues Zuhause. Der Hauptverkaufskanal des illegalen Welpenhandels sind nicht-regulierte Online-Plattformen. Dort werden Welpen von kriminellen Händler:innen mit süßen Bildern, gefälschten Papieren und rührseligen Geschichten beworben. Die Welpen werden jedoch unter grausamen Bedingungen in Verschlägen, Käfigen und Kellern geboren. Die Muttertiere werden bei jeder Läufigkeit gedeckt und regelrecht als Gebärmaschinen benutzt. Ihre Welpen werden dann viel zu jung und meist krank innerhalb ganz Europa geschmuggelt und dann anonym über Online-Plattformen verkauft. Dabei werden die angegebene Identität von Tier und Verkäufer:in nicht zuverlässig überprüft. Davon profitiert der illegale Welpenhandel: Ist ein Tier erst mal verkauft und die Anzeige gelöscht, ist eine strafrechtliche Verfolgung auf Grund fehlender, verifizierter Personalien und einer nicht vorhandenen Registrierung der Tiere nicht möglich.

VIER PFOTEN hat eine Modelllösung entwickelt, mit der der Online-Handel mit Tieren sicher gemacht werden könnte. Weitere Infos erhalten Sie hier.

Die VIER PFOTEN Checkliste für einen sicheren Welpenkauf finden Sie hier.

Weitere Informationen zum illegalen Welpenhandel finden Sie hier.

 

 

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