Home TextbeitrÀge Pflanzliche Milchalternativen von weiterer Zensur verschont

Pflanzliche Milchalternativen von weiterer Zensur verschont

von Redaktion

Der Deutsche Tierschutzbund begrĂŒĂŸt die Entscheidung des EU-Parlaments, den Änderungsantrag 171 nach den Trilog-Verhandlungen mit dem EU-Ministerrat und der EU-Kommission offiziell zurĂŒckzuziehen. Hinter diesem Antrag steckt die Forderung von AgrarverbĂ€nden, Milchalternativen noch weiter zu zensieren, nachdem Begriffe wie „Hafermilch“ bereits verboten und durch „Haferdrink“ ersetzt worden sind. Nun drohten den Herstellern von Milchalternativen weitere EinschrĂ€nkungen bezĂŒglich der Bewerbung, Beschreibung und Verpackung ihrer Produkte. Begriffe wie „Alternative zu Milch“, „cremig“, „sahnig“ und sogar Ă€hnliche Verpackungen wĂ€ren bei Inkrafttreten des Antrags verboten worden. Auch den Hinweis, dass Pflanzendrinks viel umweltfreundlicher sind, hĂ€tten sie nicht lĂ€nger auf ihren Verpackungen anbringen dĂŒrfen.

„Nach monatelangem Warten können wir erleichtert aufatmen. Der Markt fĂŒr pflanzliche Milchalternativen wird nun nicht stĂ€rker durch die Milch-Lobby eingeschrĂ€nkt. Stattdessen kann der Erfolg veganer Produkte ungehindert ansteigen, sodass immer mehr Menschen von den Vorteilen einer pflanzlichen ErnĂ€hrungs- und Lebensweise erfahren. Schließlich ist der beste Weg, um das Tierleid in der heutigen Lebensmittelproduktion zu stoppen, den Konsum tierischer Produkte zu verringern oder im Idealfall gĂ€nzlich auf eine vegane ErnĂ€hrungsweise umzusteigen“, sagt Verena Jungbluth, Leiterin Veganismus beim Deutschen Tierschutzbund.

Der Antrag stieß bei zahlreichen Tier- und Verbraucherschutzorganisationen auf Kritik, da er einen herben RĂŒckschlag fĂŒr den Tierschutz und die vegane Bewegung bedeutet hĂ€tte. Aus diesem Grund forderte der Deutsche Tierschutzbund Bundesministerin Julia Klöckner mit 16 weiteren Organisationen in einem gemeinsamen Brief dazu auf, sich auf EU-Ebene gegen diese Zensur einzusetzen.

Weil jede Mahlzeit zÀhlt

Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass sich jeder mit jedem Einkauf, Restaurantbesuch und selbstgekochten Gericht fĂŒr Tiere stark machen kann. So klein und alltĂ€glich der Griff zu einem veganen Produkt oder Rezept auch scheinen mag – mit kleinen VerĂ€nderungen lĂ€sst sich Großes bewirken. Zahlreiche Inspirationen zur veganen Lebensweise gibt der Verband auf www.weiljedemahlzeitzĂ€hlt.de.

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