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Haustiere an Bord

von Redaktion

ARAG Experten ├╝ber Hund und Katze im eigenen Auto

Immer wieder sieht man auf Autobahnen oder im Stadtverkehr vorwitzige Hunde keck aus dem Seitenfenster des Beifahrersitzes oder R├╝cksitzes schauen. Oder ein schl├Ąfriger Stubentiger r├Ąkelt sich faul auf der Konsole des Heckfensters, w├Ąhrend Frauchen das Auto steuert. „Ach wie s├╝├č“, denkt sich da sicher der ein oder andere. ARAG Experten sch├╝tteln allerdings den Kopf ├╝ber so viel Leichtsinn.


Szenario 1: Der Hund auf dem R├╝cksitz
Freitagabend, Herr B. will das Wochenende in seinem Gartenhaus verbringen. Sein Hund Struppie, eine mittelgro├če Promenadenmischung, liegt w├Ąhrend der einst├╝ndigen Fahr brav und ganz ruhig auf dem R├╝cksitz. Schlie├člich ist er das Autofahren gewohnt. Die Autobahn ist voll, wie fast immer um diese Zeit. Tempofahrt und stockender Verkehr wechseln sich ab. Als es mal wieder flott vorangeht, ├╝bersieht Herr B. fast das Stauende. Nur eine Vollbremsung kann den Auffahrunfall verhindern. Zugegeben, die Situation ist frei erfunden. Doch was dabei h├Ątte passieren k├Ânnen, wissen ARAG Experten. Ein Hund, der nur 20 Kilogramm wiegt, wird bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern zu einem Geschoss mit einer Durchschlagskraft von 600 kg. Im glimpflichen Fall fangen die R├╝cklehnen den Aufprall ab und der Hund bleibt im hinteren Bereich des Wagens ÔÇô mit etwas Gl├╝ck unverletzt. Wird der vierbeinige Insasse jedoch in Richtung Windschutzscheibe geschleudert, k├Ânnen auch Fahrer und Beifahrer verletzt werden.

Fazit: R├╝cksitze und Beifahrersitze sind f├╝r ungesicherte Hunde w├Ąhrend der Fahrt tabu!

Szenario 2: Die Katze in der Transportbox
Frau K. hat mit ihrer Katze Minka lange ge├╝bt. Jetzt geht das gelehrige Tier anstandslos in seine Transportbox und kann so bei Bedarf zur Tier├Ąrztin oder im Urlaub in die Katzenpension gebracht werden. Heute soll die Assistentin der Tier├Ąrztin lediglich Minkas Krallen schneiden. Frau W. stellt die Transportbox samt Katze auf die Konsole, direkt vor die Heckscheibe, damit das Tier auf der zwanzigmin├╝tigen Fahrt etwas Abwechslung hat, denn auch zuhause schaut Minka gerne aus dem Fenster. Es kommt, wie es kommen muss: Frau K. wird von einem ├╝berholenden Pkw geschnitten und muss nach rechts auf die Busspur ausweichen. Trotz Bremsung prallt sie dort mit 30 Stundenkilometern auf einen stehenden Omnibus. Was nun folgt, unterscheidet sich grundlegend vom ersten Fall. Zwar ist das Tier durch die Transportbox aus Hartplastik theoretisch gesch├╝tzt. Doch die Box befindet sich in Kopfh├Âhe von Frau K., die dadurch auch bei Tempo 30 schon schwerste Verletzungen erleiden kann.

Fazit: Transportboxen f├╝r Tiere m├╝ssen fest installiert oder zumindest mit Sicherheitsgurten gesichert sein.

Was sagt das Gesetz?
Die Stra├čenverkehrsordnung (StVO) sieht f├╝r den ungesicherten Transport von Hunden und Katzen keine spezifischen Bu├čgelder vor. Allerdings gelten Haustiere als Ladung. Und die muss laut ┬ž 22 StVO angemessen gesichert sein. Ansonsten droht ein Bu├čgeld von 35 Euro. Geht mit dem Versto├č auch eine Gef├Ąhrdung oder eine Sachbesch├Ądigung einher, k├Ânnen es auch 60 Euro werden. Und einen Punkt in der Verkehrss├╝nderkartei gibt es noch dazu! Doch welche Sicherung f├╝r die vierbeinige Ladung angemessen ist, dar├╝ber schweigt sich die StVO aus.

Was empfehlen Fachleute?
F├╝r den Transport einer Katze ist eine Transportbox, die durch Sicherheitsgurte fest gesichert ist, eine gute und nicht allzu kostspielige L├Âsung. Wie man seinen Stubentiger aber dazu bewegt, sich in die Transportbox zu begeben, muss jeder Katzenliebhaber selbst herausfinden. Beim Transport von Hunden wird es schon etwas kniffliger. Im Fachhandel werden zahlreiche Sicherheitsgurte und Haltegeschirre angeboten. Die verhindern zwar, dass das Tier im Falle einer Vollbremsung oder eines Aufpralls unkontrolliert durch die Luft fliegt und Insassen verletzt. Einer Verletzung des Tieres kann damit nach Meinung der ARAG Experten aber kaum vorgebeugt werden. Das gilt auch f├╝r Trennnetze, die den hinteren Bereich des Fahrzeugs vom Fahrer- und Beifahrerbereich trennen. Wirklich sicher sind auch beim Hundetransport nur Transportboxen. Je nach Gr├Â├če des Tieres k├Ânnen die hinten im Kofferraum fest installiert oder auf dem R├╝cksitz mit Haltevorrichtung und Sicherheitsgurten festgezurrt werden. Auf jeden Fall sollte die Autohundebox dort quer zur Fahrtrichtung stehen. Einziger Nachteil: Hunde m├╝ssen an die Box gew├Âhnt sein. Dazu kann diese auch zuhause als Schlafplatz dienen.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/




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